Milbenkot in der Matratze
Wie bei vielen Dingen im Leben, wird erst die hohe Konzentration zur Gefahr. Wenn bis zu einer Millionen Hausstaubmilben sich in einer Matratze befinden, so ist die Konzentration des guaninhaltigen Milbenkotes auch entsprechend und hier setzt eine Gefahr ein, die nicht unterschätzt werden darf. Wissenschaftliche Arbeiten über Langzeitfolgen durch beständiges einatmen von Milbenkot sind noch nicht abgeschlossen. Logische Überlegungen lassen jedoch schlimme Befürchtungen zu.
Reduzierung und Beseitigung des Hausstaubmilbenproblems
Die Ursachenbeseitigung kann logischerweise nur die einzige richtige Lösung sein. Nun ist es aber nicht praktikabel, Matratzen in kurzem Abstand gegen neue einzutauschen, oder die Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit sehr niedrig zu halten.
Hausstaubmilben im gesamten Wohnbereich
Dass Hausstaubmilben nicht nur auf die Matratze beschränkt sind, versteht sich von selbst. In Teppichen, Polstermöbeln und Gardinen, ja sogar auf Parkettfußboden sind Hausstaubmilben und deren Milbenkot vorhanden. Der Unterschied liegt darin, dass wir mit diesen Gegenständen nicht 1/3 unseres Lebens so intensiv Kontakt haben und die Konzentration viel geringer ist als in der Matratze.
Matratzenarten und die Hausstaubmilbe
Bei einer großangelegten Untersuchung von 300 Matratzen wurde festgestellt, dass Hausstaubmilben in allen Matratzen beheimatet sind. Die früher aufgestellte Behauptung, dass sich in Latexmatratzen keine Hausstaubmilben halten, ist nicht richtig. Allerdings gibt es Matratzen, die mit einem chemischen Mittel gegen Hausstaubmilben präpariert sind, aber wer schläft schon gern auf einer chemisch präparierten Matratze?
Gesundheitsbelastung für Menschen durch Hausstaubmilben
Die Hausstaubmilbe selbst ist nach dem derzeitigen Wissensstand für den Menschen nicht schädlich. Das 200-fache ihres Körpergewichtes produziert die Hausstaubmilbe im Laufe ihres Lebens an Exkrementen (Milbenkot), die zunächst in kleinen schleimbedeckten Kügelchen an Textilfasern kleben bleiben und später zu pulverförmigem Feinstaub zerfallen. Dieser Milbenkot enthält das allergieauslösende Allergen "Guanin". Wissenschaftler sind sich inzwischen einig und in einer ganzen Reihe von wissenschaftlichen Beiträgen und Untersuchungen wird bestätigt, dass der guaninhaltige Milbenkot ein Hygieneproblem und Gesundheitsrisiko darstellt und für das Entstehen von nachfolgenden Symptomen verantwortlich ist: SYMPTOME